ZAZOON AG

  • Schweiz: Gesetz über potenzielle Whistleblower

    Schweiz: Gesetz über potenzielle Whistleblower

    Der Begriff „Whistleblowing“ bezieht sich auf die Meldung von Fehlverhalten und/oder Vergehen, darunter unethisches Verhalten, Betrug, Korruption, Misswirtschaft, Vetternwirtschaft, Missbrauch, Bestechung, Rassismus, Einschüchterung, Belästigung, Kriminalität usw. innerhalb von Organisationen. Diese Mängel, die in unserer Gesellschaft allgegenwärtig sind, können den Ruf einer Organisation schädigen, wenn sie verborgen und unbehandelt bleiben. Die Vorstellung und Praxis der Bekämpfung von Fehlverhalten und Vergehen hat in Wirtschaftsorganisationen zugenommen. Die Mitarbeiter sind in den Organisationen höchstwahrscheinlich die ersten, die Fehlverhalten und/oder Vergehen beobachten. Daher ist es für die Organisationen sehr wichtig, ein „Beschwerdemanagementsystem“ einzurichten und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter, die Beschwerden über Fehlverhalten und/oder Vergehen in den Organisationen einreichen möchten, die erforderliche Unterstützung erhalten. Es ist nicht falsch, davon auszugehen, dass die Mitarbeiter eine moralische Verpflichtung haben, jegliches Fehlverhalten und/oder Vergehen in der Organisation zu melden, das sie beobachten und/oder von dem sie Kenntnis erlangen.

    Trends beim Whistleblowing in der Wirtschaft

    Whistleblower erweisen sich oft als unschätzbar wertvoller Teil des Prozesses zur Aufdeckung von Straftaten und zur Einhaltung der einschlägigen Gesetze. Eine von PricewaterhouseCoopers durchgeführte Studie ergab, dass „professionelle Wirtschaftsprüfer nur 19 % der betrügerischen Aktivitäten bei privaten Unternehmen aufdeckten, während Whistleblower 43 % entdeckten und aufdeckten“. Diese Studie zeigt auch, dass „Whistleblower ihren Aktionären Milliarden von Dollar ersparten“. Eine Studie mit dem Titel „ Who Blows the Whistle on Corporate Fraud “ der University of Chicago Booth School of Business kommt zu einem ähnlichen Ergebnis und besagt, dass „Mitarbeiter eindeutig den besten Zugang zu Informationen haben. Kaum ein Betrugsfall kann ohne das Wissen und oft auch die Unterstützung mehrerer von ihnen begangen werden. Einige könnten Komplizen sein … aber die meisten sind es nicht.“

    Obwohl Unternehmen heutzutage in der Regel über Whistleblower-Richtlinien verfügen, können diese manchmal sehr unzureichend erscheinen, um Whistleblower zu unterstützen, die dazu veranlasst werden, freiwillig Beschwerden über jegliches Fehlverhalten und/oder Vergehen in der Organisation einzureichen. Daher ist es sehr wichtig, einen geeigneten und soliden Rechtsrahmen für Whistleblower zu haben, der die Unternehmen dazu verpflichtet, eine Whistleblowing-Praxis in ihren Organisationen einzuführen. Viele Rechtsräume verfügen über eine ausreichende Rechtsgrundlage für Whistleblower, vielen fehlt es jedoch noch immer daran. Bis 2020 wurden „in mindestens 59 Ländern Gesetze zum Schutz von Whistleblowern erlassen“. Die Idee hinter der Gesetzgebung von Whistleblower-Gesetzen besteht darin, „Whistleblower zu Offenlegungen zu ermutigen und Whistleblower vor Vergeltungsmaßnahmen zu schützen“.

    Whistleblowing-Gesetzgebung in der Schweiz

    Es ist sehr beunruhigend, dass Whistleblower in der Schweiz nicht gesetzlich geschützt sind. Derzeit gibt es in der Schweiz keine gesetzlichen Bestimmungen, die Whistleblower vor Repressalien schützen. Tatsächlich sind die bestehenden Gesetze so gestaltet, dass sie Arbeitnehmer einschüchtern und sie davon abhalten, ihre Stimme gegen jegliches Fehlverhalten und/oder Vergehen in der Organisation zu erheben. So heißt es in Artikel 321a Absatz 4 des Schweizerischen Obligationenrechts: „Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses darf der Arbeitnehmer vertrauliche Informationen, die er während seiner Tätigkeit für den Arbeitgeber erlangt hat, wie Fabrikations- oder Betriebsgeheimnisse, weder verwerten noch preisgeben; er bleibt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an diese Geheimhaltungspflicht gebunden, soweit dies zur Wahrung der berechtigten Interessen des Arbeitgebers erforderlich ist.“

    Man könnte argumentieren, dass diese gesetzliche Bestimmung nichts dagegen aussagt, seine Stimme gegen das Fehlverhalten und/oder die Verfehlungen in der Organisation zu erheben. Das Gegenargument könnte jedoch sein, dass eine solche Gesetzesaussage Whistleblower auch nicht offensichtlich immunisiert. Man könnte davon ausgehen, dass Letzteres Vorrang vor Ersterem hat, da es in der Schweiz keine Gesetze gibt, die Whistleblower vor ungerechtfertigten Konsequenzen schützen. Es gibt jedoch eine Auslegung dieses Artikels, die besagt, dass Ausnahmen von diesem Artikel „nur zulässig sind, wenn das öffentliche Interesse an der Offenlegung der Informationen höher eingeschätzt wird als das Interesse des Arbeitgebers, die Informationen geheim zu halten“. Es ist jedoch immer noch nicht klar, welche konkreten Offenlegungen als im öffentlichen Interesse liegend erachtet werden. Das Fehlen eines Rechtsrahmens für Whistleblower hat in der Schweiz einen besorgniserregenden Punkt erreicht, da „geschätzt wird, dass mehr als 95 % der Korruptionsfälle nicht gemeldet werden“.

    Obwohl es mehrere Versuche gab, in der Schweiz gesetzliche Rahmenbedingungen für Whistleblower zu schaffen, war keiner davon erfolgreich. Es bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Bundesversammlung die Bedeutung eines gesetzlichen Rahmens für Whistleblower erkennt und in naher Zukunft einen solchen erlässt.

  • Switzerland potential whistleblower legislation

    Switzerland potential whistleblower legislation

    The term ‘Whistleblowing’ refers to the reporting of any wrongdoing and/or misconduct that includes unethical behavior, fraud, corruption, mismanagement, cronyism, abuse, bribery, racism, intimidation, harassment, crime, etc. within organizations. These defects, which are also ubiquitous in our society, can devalue the reputation of an organization if left concealed and untreated. The notion and practice of combating wrongdoing and misconduct have been on the rise in business organizations. The employees are most likely to be the first ones to witness wrongdoing and/or misconduct in the organizations, hence it is very important for the organizations to have a ‘complaint management system’ in place and to make sure that the employees who want to lodge complaints against any wrongdoing and/or misconduct in the organizations have all the necessary support. It will not be wrong to say that it becomes a moral obligation for the employees to report any wrongdoing and/or misconduct in the organization that they have witnessed and/or become aware of.

    Trends of Whistleblowing in Business

    Whistleblowers are often found to be an invaluable part of the process of detecting crime and complying with relevant legislation. It was found in research conducted by PricewaterhouseCoopers, that “professional auditors only detected 19% of fraudulent activities at private corporations, while whistleblowers detected and exposed 43%.” This study also reveals that ‘whistleblowers saved their shareholders billions of dollars’. A study named ‘Who Blows the Whistle on Corporate Fraud’ by the University of Chicago Booth School of Business, unveils the same kind of outcome which states ‘‘employees clearly have the best access to information. Few, if any, fraud can be committed without the knowledge and often the support of several of them. Some might be accomplices…but most are not.’’

    Though business organizations of modern days tend to have whistleblower policies, however, they might, at times, seem very inadequate to support whistleblowers where they would be propelled to lodge complaints voluntarily against any wrongdoing and/or misconduct in the organization. It is therefore very important to have an apt and robust legal framework for whistleblowers in place, which would obligate the organizations to construct a practice of whistleblowing in their organizations. Many jurisdictions have a sufficient legal basis for whistleblowers, however, many still lack. As of 2020, ‘laws as regards whistleblower protection have been enacted at least 59 countries’. The idea of legislating whistleblower laws is to ‘incentivize whistleblower disclosures and protect whistleblowers from retaliation’.

    Whistleblowing Legislation in Switzerland

    It is very disconcerting that whistleblowers in Switzerland are not protected by law. There are currently no legislative provisions in Switzerland that protect whistleblowers from retaliation. In fact, the existing laws have been shaped in a way that intimidates employees to raise their voices against any wrongdoing and/or misconduct in the organization, as it has been enunciated in Article 321a Para 4 of the Swiss Code of Civil Obligations that “For the duration of the employment relationship the employee must not exploit or reveal confidential information obtained while in the employer’s service, such as manufacturing or trade secrets; he remains bound by such duty of confidentiality even after the end of the employment relationship to the extent required to safeguard the employer’s legitimate interests”.

    One might argue that this legal provision does not patently say anything against raising one’s voice against the wrongdoing and/or misconduct in the organization, however, the counterargument could be that such enunciation of the law does not manifestly immune whistleblowers either. One may reckon that the latter overrides the former because there are no laws in Switzerland that shield whistleblowers against any unwarranted consequences. There is, however, an interpretation of this Article, which says exceptions to this Article are “only allowed if the public interest in disclosing the information is deemed higher than the interest of the employer in keeping the information a secret”. However, it is still not clear as to which particular disclosures would be deemed to be serving the public interest. The absence of a legal framework for whistleblowers has reached a worrying point in Switzerland as it has been ‘estimated that more than 95% of the cases of corruption are unreported’.

    Though several attempts have been made to legislate a framework for whistleblowers in Switzerland, none of them was successful. It is hoped that the Swiss Federal Assembly shall understand the significance of a legal framework for whistleblowers and legislate one in the near future.

  • How to carry out a Data Protection Impact Assessment (DPIA)

    How to carry out a Data Protection Impact Assessment (DPIA)

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  • Umweltbewusst denken und nachhaltiger werden

    Umweltbewusst denken und nachhaltiger werden

    Umweltbewusstsein ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen nichtfinanziellen Faktor für Unternehmen geworden. Der Begriff „ESG“, der Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren umfasst, wird verwendet, um zu bewerten, wie weit Unternehmen bei all diesen Determinanten ihrer Nachhaltigkeit fortgeschritten sind und in Zukunft vorankommen werden. Die Bewertung ihrer Nachhaltigkeit spielt für die Anleger bei der Auswahl ihrer Investitionen eine entscheidende Rolle.

    ESG-Relevanz für Unternehmen

    Während die beiden anderen Determinanten der Nachhaltigkeit von Unternehmen, Soziales und Governance, keineswegs als weniger wichtig angesehen werden dürfen, ist die Umwelt von entscheidender Bedeutung. Der Umweltfaktor hat aufgrund des breiten Bewusstseins für Klimawandel und globale Erwärmung in der Geschäftswelt an Bedeutung gewonnen. Umweltfaktoren wirken sich nicht nur auf Unternehmen aus, sondern auch auf unsere Gesellschaft, unser Land und die Welt als Ganzes. Die Zahl der Geschäftsbranchen, die direkt oder indirekt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, steigt rasant an. Derart schnelle Umweltveränderungen bereiten vielen etablierten und kleinen Unternehmen auf dem Markt Sorgen. Eine Studie hat ergeben, dass allein die USA aufgrund des globalen Temperaturanstiegs 520 Milliarden USD in 22 Sektoren verlieren könnten.

    Die Besorgnis über Klimawandel und globale Erwärmung ist für Investoren zu einem Schlüsselfaktor geworden. In weniger als zwei Jahrzehnten, seit das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) im Jahr 2005 einen Bericht mit dem Titel „Ein Rechtsrahmen für die Integration von Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen in institutionelle Investitionen“ veröffentlichte, hat sich ESG-Investieren, das als sozial verantwortliches Investieren bekannt ist, zu einer 35 Billionen US-Dollar schweren Branche entwickelt. Laut den Vermögensverwaltern, die ein Drittel der gesamten von ihnen verwalteten US-Vermögenswerte betreuen, dürften die in Portfolios mit der Bezeichnung „ESG“ verwalteten Vermögenswerte bis 2025 53 Billionen US-Dollar erreichen. (Bloomberg Intelligence, ESG-Vermögenswerte könnten bis 2025 53 Billionen US-Dollar erreichen, ein Drittel des globalen verwalteten Vermögens, veröffentlicht am: 23. Februar 2021)

    Die oben genannten Zahlen zeigen deutlich den wachsenden Wunsch der Anleger, durch ihre Investitionen einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft, das Land und die Welt insgesamt auszuüben. Diese Zahlen zeigen auch ein exponentielles Wachstum des ethischen und treuhänderischen Verantwortungsbewusstseins der Anleger.

    Diese Neigung der Investoren zwingt Unternehmen dazu, beim ESG-Rating gut abzuschneiden. Ein systematischer und langfristiger Plan kann ihnen dabei helfen, gut abzuschneiden. Er wird ihnen auch dabei helfen zu sehen, wo sie im Markt im Vergleich zu ihren Mitbewerbern stehen, was die Nachhaltigkeit ihrer Unternehmen betrifft.

    Der „Grüne Plan“

    Unternehmen können sich für einen „Grünen Plan“ entscheiden, der auf der Prämisse „Nulltoleranz“ gegenüber jeglicher Geschäftstätigkeit basiert, die sich nachteilig auf unsere Umwelt auswirkt. Er beinhaltet Folgendes:

    1. Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften zu Umweltfragen (auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene wurden verschiedene Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise ergriffen. So hat das Europäische Parlament beispielsweise kürzlich dafür gestimmt, eine Frist für emissionsfreie Autos und Lieferwagen auf das Jahr 2035 festzulegen. Dies wird von vielen als großer Fortschritt für den Klimaschutz, die Luftqualität und die Erschwinglichkeit von Elektrofahrzeugen angesehen. Die grüne Gruppe Transport & Environment forderte die EU-Umweltminister auf, bei ihrem Treffen am 28. Juni 2022 das tatsächliche Enddatum für den Verkauf neuer Verbrennungsmotoren zu bestätigen. (Transport & Environment, 
      EU-Parlament unterstützt Enddatum 2035 für Autos mit Verbrennungsmotor , veröffentlicht am 8. Juni 2022));
    2. Sensibilisierung der Verbraucher für den Klimawandel und die globale Erwärmung, um sie zu umweltfreundlichen Produkten zu bewegen (Umfragen von McKinsey zeigen, dass über 70 Prozent der Kunden 5 Prozent mehr für ein umweltfreundliches Produkt zahlen würden, wenn sie davon überzeugt wären, dass es dieselben Standards erfüllt wie eine nicht umweltfreundliche Alternative);
    3. CO2-arme Geschäftsstrategie;
    4. geringere Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen als vergleichbare Unternehmen;
    5. über geeignete finanzielle Vorkehrungen zu verfügen, um die steigenden Kosten zu bewältigen, die durch den Klimawandel entstehen.

    Der vorgeschlagene „Grüne Entwurf“ kann Unternehmen dabei helfen, nachhaltiger zu werden und ihren Konkurrenten auf dem Markt deutlich voraus zu sein.

    Abschließende Gedanken

    In einer Zeit, in der Umweltbewusstsein zu einem vorrangigen Anliegen geworden ist, kann die Bedeutung von ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) nicht genug betont werden. Während soziale und Unternehmensführungselemente ihre eigene Bedeutung haben, rückt die Umwelt aufgrund des zunehmenden Bewusstseins für den Klimawandel und seine globalen Auswirkungen in den Mittelpunkt. Die raschen und weitreichenden Auswirkungen von Umweltveränderungen auf Unternehmen und die Gesellschaft haben bei den Anlegern zu einer wachsenden Besorgnis geführt. Dies hat das Wachstum von ESG-Investitionen vorangetrieben, wobei die verwalteten Vermögenswerte atemberaubende Zahlen erreicht haben, was die wachsende ethische Verantwortung der Anleger unterstreicht, einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben.

    Diese wachsende Neigung der Anleger zwingt Unternehmen dazu, hohen ESG-Werten Priorität einzuräumen, was langfristige, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategien erforderlich macht. Ein „grüner Plan“ bietet sich als mögliche Lösung an, der die strikte Einhaltung von Umweltgesetzen, die Förderung des Verbraucherbewusstseins, die Einführung kohlenstoffarmer Strategien, Ressourceneffizienz und eine umsichtige Finanzplanung für klimabedingte Kosten betont. Die Umsetzung eines solchen Plans kann Unternehmen in die Lage versetzen, in Sachen Nachhaltigkeit führend zu sein und ihre Konkurrenten zu überflügeln, wodurch sie einen Weg in eine umweltbewusstere und widerstandsfähigere Zukunft ebnen.

  • Thinking green and how to become more sustainable

    Thinking green and how to become more sustainable

    Environmental consciousness has become a major non-financial factor for businesses over the past few decades. The term ‘ESG’ entailing environmental, social, and governance factors, is employed to weigh how far companies have progressed and will be progressing in the future on all these determinants of their sustainability. The score of their sustainability does play a vital role for the investors in the process of their investment screening.

    ESG relevancy for Business

    While the other two determinants, social and governance of companies’ sustainability are in no way to be assumed less important, the environment is of the essence. Environmental factor has been able to gain more traction in the business world due to the mass awareness of climate change and global warming. Environmental factors do not affect only businesses but also our society, country as well as the world at large. The number of business industries that are being affected directly or indirectly by the consequences of climate change, is rising briskly. Such rapid environmental changes have been worrying many established businesses in the market along with the small ones. It has been found in a study that the U.S. alone could lose USD 520 billion across 22 sectors due to global temperature rise.

    The concern as regards climate change and global warming has become a key factor for investors. In less than two decades, ever since the United Nations Environment Programme (UNEP) published a report ‘A Legal Framework for the Integration of Environmental, Social and Governance Issues into Institutional Investment’, in the year of 2005, ESG investing which is known as socially responsible investing has evolved into a USD 35 trillion industry. According to the money managers who oversee one-third of the total U.S. assets under their management, assets managed in portfolios labeled ‘ESG’ are expected to reach USD 53 trillion by 2025. (Bloomberg Intelligence, ESG assets may hit USD 53 trillion by 2025, a third of global AUM, published on: 23 February 2021)

    The above figures manifestly show the growing desire of investors to create a positive impact on society, the country, and the world at large through their investments. These figures also reveal an exponential sense of ethics and fiduciary responsibility amongst the investors.

    Such inclination of the investors obliges businesses to score well in ESG rating. A systematic and long-term plan can help them score well. It will also help them to see where they stand in the market in comparison with their peers as regards the sustainability of their businesses.

    The ‘Green Blueprint’

    Businesses may opt for a ‘Green Blueprint’ that will be premised upon ‘zero tolerance’ against any business activity that is detrimental to our environment, and will entail the below:

    1. compliance with the national and international laws and regulations relating to environmental issues (different measures have been taken at the national, regional, and international level to tackle the climate crisis, such as the European Parliament has recently voted to set a 2035 deadline for zero-emissions cars and vans which is being seen by many as a huge step forward for climate action, air quality and the affordability of electric vehicles. Green group Transport & Environment called on EU environment ministers to confirm the effective end date for sales of new combustion engines when they meet on 28 June 2022. (Transport & Environment, EU Parliament backs 2035 end date for combustion engine cars, published on 8 June 2022));
    2. creating consumer awareness of climate change and global warming which would drag the consumers towards green products (McKinsey research shows that more than 70 percent of customers would pay an additional 5 percent for a green product if they were satisfied that it met the same standards as a non-green alternative);
    3. low-carbon business strategy;
    4. less dependency on the natural resources than its peers;
    5. having apt financial arrangements to deal with rising costs that ensue from climate change.

    The proposed ‘Green Blueprint’ can help businesses become more sustainable and be well ahead of their peers in the market.

    Closing thoughts

    In an age where environmental consciousness has become a paramount concern, the significance of ESG (Environmental, Social, and Governance) factors cannot be overstated. While social and governance elements hold their own importance, the environment takes center stage due to escalating awareness of climate change and its global implications. The rapid and widespread impacts of environmental shifts on businesses and society have prompted a surge of concern among investors. This has driven the growth of ESG investing, with assets under management reaching staggering figures, underscoring a growing ethical responsibility among investors to make a positive societal impact.

    This growing investor inclination compels businesses to prioritize high ESG scores, necessitating long-term strategies aligned with sustainability. A ‘Green Blueprint’ emerges as a potential solution, emphasizing strict compliance with environmental laws, fostering consumer awareness, adopting low-carbon strategies, resource efficiency, and prudent financial planning for climate-related costs. Embracing such a blueprint can empower businesses to lead in sustainability and outpace competitors, forging a path towards a more environmentally conscious and resilient future.

  • Zusammensetzung des Unternehmensvorstands und seine Rolle

    Zusammensetzung des Unternehmensvorstands und seine Rolle

    Das Whitepaper betont die Bedeutung des Verwaltungsrats und seiner Zusammensetzung in der Unternehmensführung. Obwohl das Konzept der Unternehmensführung in den verschiedenen Rechtsräumen unterschiedlich ist, besteht Einigkeit darüber, dass der Verwaltungsrat eine entscheidende Rolle bei der Wertschöpfung für das Unternehmen spielt. Die Organisationsstruktur und der rechtliche Rahmen der Unternehmensführung unterscheiden sich von Land zu Land. In der Schweiz sind sowohl monistische als auch zweistufige Strukturen zulässig.

    Unternehmensführung

    Obwohl es nahezu unmöglich ist, „Corporate Governance“ aus einer universellen Perspektive zu definieren, herrscht völlige Einigkeit darüber, dass die Zusammensetzung des Verwaltungsrats und seine Rolle die Schlüsselelemente der Corporate Governance sind. Laut einer im Jahr 2016 in der Schweiz durchgeführten Umfrage haben 49,7 Prozent der Befragten einen enormen Einfluss auf die letztendliche Wertschöpfung des Unternehmens. Die Organisationsstruktur (insbesondere die Struktur des Verwaltungsrats) und der rechtliche Rahmen der Corporate Governance sind unterschiedlich. Während die Unternehmen in den USA eine einstufige Organisationsstruktur verfolgen (was bedeutet, dass die Aufgaben des Betriebs und der Aufsicht von derselben Instanz verwaltet werden), wählt die Schweiz einen eher flexiblen Ansatz, der den Unternehmen die Wahl zwischen einstufigen und zweistufigen Organisationsstrukturen lässt (wobei bei einer zweistufigen Organisationsstruktur die Aufgaben des Betriebs und der Aufsicht von verschiedenen Instanzen verwaltet werden). Auch hinsichtlich des rechtlichen Rahmens der Corporate Governance gibt es zwischen den Ländern offensichtliche Unterschiede. Der Schweizer Rechtsrahmen verpflichtet den Vorstand, im besten Interesse des Unternehmens zu handeln, obwohl die Vorstandsmitglieder von den Aktionären gewählt werden (Forstmoser, 2005). Der US-Rechtsrahmen hingegen hält an der Vorstellung fest, dass der Vorstand nur im besten Interesse der Aktionäre des Unternehmens handeln darf (Millstein, Gregory, Altschuler und Di Guglielmo 2011). Die Position des Vorstands, der sich zwischen den Aktionären und den Anteilseignern des Unternehmens befindet, ist ein entscheidender Punkt. Der Vorstand muss in seiner Position jederzeit angemessene „Kontrollen und Ausgleiche“ zwischen den Aktionären und den Anteilseignern sicherstellen. Die Forschung bestätigt, dass die Aufgabe, „Kontrollen und Ausgleiche“ sicherzustellen, für den Vorstand manchmal sehr schwierig wird, was entweder an einer Neigung zu den Aktionären oder den Anteilseignern liegen könnte, wobei in beiden Fällen eine solche Neigung die Integrität des Vorstands in Frage stellt. Es ist daher zwingend erforderlich, den Prozess zu unterstreichen, durch den die Vorstandsmitglieder gewählt und wiedergewählt werden.

    Schweizerisches Obligationenrecht

    Gemäss Artikel 710 des fünften Teils des Schweizerischen Obligationenrechts werden Verwaltungsräte für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt, es sei denn, die Statuten des Unternehmens sehen eine Amtszeit von höchstens sechs Jahren vor. Das bedeutet, dass die Amtszeit sechs Jahre nicht überschreiten darf. Diese Bestimmung erwähnt auch die Möglichkeit einer Wiederwahl. Seit 2014 muss jeder Verwaltungsrat eines Schweizer Unternehmens vorbehaltlich anderer Bestimmungen jährlich einzeln gewählt werden. Diese Anforderung der jährlichen Wahl des Verwaltungsrats scheint die Tagesordnung der Hauptversammlungen zwar deutlich länger gemacht zu haben, Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Praxis der jährlichen Wahl es Investoren ermöglicht, unterschiedliche Ansichten über jeden Verwaltungsrat zu haben, was dem Unternehmen zugute kommen kann. Es wurde auch festgestellt, dass die Aktionäre das System der jährlichen Wahl schätzen. Die Diskrepanz hinsichtlich der Zustimmung zu Vorstandswahlen ist von 3,4 Prozentpunkten im Jahr 2010 auf 6,5 Prozentpunkte im Jahr 2016 gestiegen (Schneider, Wagner und Wenk 2016). Zudem wurde ein interessanter Zusammenhang zwischen der Gesamtrendite der Aktionäre und den Ergebnissen der Vorstandswahlen festgestellt: Wenn die Aktionäre im Vorjahr Vermögen verloren haben, ist die Zustimmungsrate bei den Wahlen im Durchschnitt um ein Prozent niedriger, obwohl es bei den Wahlen der Vorstandsmitglieder kaum Anfechtungen gibt (Wagner, Bernasconi 2016).

    Diversität im Verwaltungsrat

    Der aktuelle Schweizer Rechtsrahmen sieht keine Vorschriften zur Zusammensetzung und Diversität des Verwaltungsrats vor. Die FINMA hat jedoch viele zusätzliche Vorschriften erlassen, die von Finanzunternehmen in der Schweiz befolgt werden müssen. Die Idee hinter diesen zusätzlichen Vorschriften besteht darin, die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats und des Ausschusses sowie die Mindestverfügbarkeit bestimmter Fähigkeiten, über die die Verwaltungsratsmitglieder verfügen sollten, sicherzustellen und aufrechtzuerhalten. Finanzunternehmen müssen zusätzlich zum Prüfungs- und Zusammensetzungsausschuss einen Risikoausschuss haben.

    Die zwei auffälligsten Probleme der aktuellen Corporate-Governance-Praxis in der Schweiz sind die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats und seine Verfügbarkeit (Wagner, Bernasconi 2016). Diese Hindernisse können den Verwaltungsrat ins Hintertreffen bringen, indem sie ihn weniger ehrgeizig machen und ihn von Schritten abhalten, die für das Unternehmen als Ganzes vorteilhaft wären. Obwohl für reguläre, in der Schweiz kotierte Unternehmen keine Anforderungen in dieser Hinsicht bestehen, hat die FINMA Richtlinien mit Mindestanforderungen und anderen wichtigen Faktoren für Unternehmen des Finanzsektors festgelegt. Eine dieser Mindestanforderungen besteht darin, dass mindestens ein Drittel aller Verwaltungsratsmitglieder unabhängig sein muss. Als unabhängig gelten diejenigen Mitglieder, a) die nicht in irgendeiner Funktion für das Unternehmen arbeiten oder seit mindestens zwei Jahren nicht gearbeitet haben, b) die nicht als leitender Wirtschaftsprüfer für das Unternehmen tätig waren und c) die keine wesentliche Geschäftsbeziehung zum Unternehmen haben.

    Geschlechterquote

    Ein weiterer besorgniserregender Faktor in der aktuellen Corporate-Governance-Praxis in der Schweiz ist die geringe Beteiligung von Frauen im Verwaltungsrat. Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine neue Bestimmung (Artikel 734f OR) hinsichtlich der Geschlechterquote eingeführt wurde. Die Umsetzung dieser Bestimmung erfolgt nach dem Prinzip „Comply or Explain“. Obwohl die neuen Bestimmungen in der Schweiz bereits in Kraft getreten sind, unterliegen sie noch langen Übergangsfristen. Gemäß dieser Bestimmung zur Geschlechterquote muss jedes Geschlecht ab 2026 im Verwaltungsrat zu mindestens 30 % und ab 2031 in der Geschäftsleitung zu 20 % vertreten sein.

    Obwohl die Rolle des Vorstands mit zahlreichen anderen wichtigen Faktoren verknüpft ist, wie etwa dem Wissen der Vorstandsmitglieder über das Branchenumfeld, ihren Hausaufgaben und Recherchen vor jeder Sitzung, an der sie teilnehmen, oder den Erwartungen der Anteilseigner und Aktionäre an den Vorstand, hat die Zusammensetzung des Vorstands den größeren Einfluss auf seine Rolle und darauf, wie integer er die Geschäfte des Unternehmens leitet und überwacht.

  • Corporate board composition and its role

    Corporate board composition and its role

    The whitepaper emphasizes the significance of the board of directors and its composition in corporate governance. Whilst the concept of corporate governance varies across jurisdictions, there is a consensus that the board of directors plays a crucial role in creating value for the company. The organizational structure and legal framework of corporate governance differ between countries, with Switzerland allowing both one-tier and two-tier structures.

    Corporate Governance

    While it is next to impossible to define ‘corporate governance’ from a universal point of view, there is, however, complete unanimity on the fact that the composition of the board of directors and its role are the key elements of corporate governance. As per 49.7 percent of the respondents participated in a survey held in Switzerland in the year 2016, the board of directors, especially the process of its composition, has a colossal impact on the ultimate value creation of the company. The organizational structure (in particular the structure of the board of directors) and legal framework of corporate governance are varied. While one-tier organizational structure (meaning that the tasks of operations and supervision are managed by the same instance) is adopted by the companies in the US, Switzerland opts for a rather flexible slant that leaves companies with the options of one-tier and two-tier organizational structures (where two-tier organizational structure means the tasks of operations and supervision are managed by different instances). Differences as regards the legal framework of corporate governance between countries are also patent. The Swiss legal framework obliges the board of directors to act in the best interest of the company though the directors are elected by the shareholders (Forstmoser, 2005), on the other hand, the legal framework of the US sticks to the notion that the board of directors will only act in the best interest of the company’s shareholders (Millstein, Gregory, Altschuler and Di Guglielmo 2011). The positioning of the board of directors, which is between shareholders and stakeholders of the company, is a crucial juncture. The board, being in its position, has to ensure proper ‘checks and balances’ between the shareholders and stakeholders at all times. Research corroborates that the task of ensuring ‘checks and balances’ does sometimes become very difficult for the board which could either be for an inclination toward the shareholders or the stakeholders, where in either case, such inclination questions the integrity of the board directors. It is therefore imperative to underscore the process through which the board directors are elected and re-elected.

    Swiss Code of Obligations

    Pursuant to Article 710 of Part Five of the Swiss Code of Obligations, board directors are elected for a stint of three years, unless the articles of association of the company stipulate a tenure that does not exceed six years. What it means is that the stint of the office must not exceed six years. This provision also mentions the possibility of re-election. Since 2014, subject to other additional provisions, each company board director in Switzerland, has to be individually elected on an annual basis. Though this requirement of annual election of the board directors seems to have made the AGM agendas significantly longer, however, research shows that the practice of annual election allows investors to have differing views on each board director which can benefit the company. It has also been found that the shareholders have appreciated the system of annual election. The discrepancy as regards board election approval has increased from 3.4 percentage points in 2010 to 6.5 percentage points in 2016 (Schneider, Wagner, and Wenk 2016). An interesting nexus has also been encountered between total shareholder return and the board election outcomes, when shareholders lost wealth in the previous year, the election yields approval rates one percentage lower on average though the truth of the matter is that elections of the board members are barely contested (Wagner, Bernasconi 2016).

    Diversity in the Board of Directors

    The current Swiss legal framework does not provide any rules on the composition and diversity of the board of directors. FINMA, however, has made many additional rules that are to be followed by financial sector companies in Switzerland. The idea of setting up these additional rules is to ensure and uphold the independence of the board and committee and the minimum availability of certain skills that the board directors ought to have. Financial sector companies are required to have a risk committee in addition to the audit and composition committee.

    The two most striking issues found in the ongoing corporate governance practices in Switzerland are the independence of the board of directors and their availability (Wagner, Bernasconi 2016). These hindrances may put the board on the back foot by making the directors less ambitious and disengaging from the steps that would be beneficial for the company as a whole. Though no requirements in these regards exist for regular companies listed in Switzerland, guidelines entailing minimum requirements along with other important factors, have been set out for financial sector companies by FINMA. One of such minimum requirements is that at least one-third of all board members must be independent, members being independent refer to those a) who are not working or have not worked for at least two years in any function at the company, b) who have not been involved as lead auditor for the company, c) who do not have any substantial business relationship with the company.

    Gender Quota

    Another concerning factor in the ongoing corporate governance practices in Switzerland is the low participation of female directors in the board. However, the good news is that a new provision (article 734f CO) as regards gender quota has been introduced. The implementation of this provision works on a comply-or-explain basis. Though the new provisions have already taken effect in Switzerland, however, they are still subject to long transition periods. As per this gender quota provision, each gender must be represented on the board of directors at least by 30% starting from 2026 and by 20% in the executive management starting from 2031.

    Though the role of the board of directors is intertwined with a lot of other important factors such as board directors’ knowledge about the industry environment, board directors’ homework and research before every meeting that they take part in, expectations of the shareholders and stakeholders from the board, nonetheless, the way the board of directors is composed has the greater impact on what its role would be and how integriously it would be managing and overseeing the operations of the company.

  • Aktualisierungen der Schweizer Gesellschaftsrechtsreformen

    Aktualisierungen der Schweizer Gesellschaftsrechtsreformen

    In der Schweiz gibt es noch keinen verbindlichen Kodex zur Regelung von Fragen der Corporate Governance. Es gibt zwar einige verbindliche Gesetze, Regeln, Verordnungen und Börsenvorschriften sowie mehrere nicht verbindliche Kodizes privater Organisationen, in denen Bestimmungen zur Regelung von Fragen der Corporate Governance zu finden sind. Eine vollständige Liste der Bestimmungen steht jedoch noch aus.

    Die gute Nachricht ist, dass das Schweizer Parlament im Jahr 2020 einen Gesetzesentwurf verabschiedet hat. Man geht davon aus, dass diese neuen Bestimmungen im Schweizerischen Obligationenrecht (OR) das Schweizer Gesellschaftsrecht insgesamt modernisieren und gleichzeitig seine Kernprinzipien beibehalten werden. Während davon ausgegangen wird, dass die meisten dieser Bestimmungen im Jahr 2022 in Kraft treten, sind einige Bestimmungen bereits Anfang 2021 in Kraft getreten. Einige rechtliche Entwicklungen im Bereich der Corporate Governance in der Schweiz werden im Folgenden hervorgehoben.

    1. Es wurde eine neue Bestimmung (neuer Artikel 734f OR) zur Geschlechterquote eingeführt. Die Umsetzung dieser Bestimmung erfolgt nach dem „Comply or Explain“-Prinzip. Obwohl die neuen Bestimmungen in der Schweiz bereits in Kraft getreten sind, unterliegen sie noch langen Übergangsfristen. Gemäss dieser Bestimmung zur Geschlechterquote muss jedes Geschlecht ab 2026 im Verwaltungsrat zu mindestens 30% und ab 2031 in der Geschäftsleitung zu 20% vertreten sein. Da die Umsetzung dieser Bestimmung nach dem „Comply or Explain“-Prinzip erfolgt, werden Unternehmen nicht sanktioniert, wenn sie die in der Bestimmung festgelegten Ziele nicht erreichen. Die Unternehmen müssen die Gründe für ihre Nichteinhaltung jedoch im Vergütungsbericht offenlegen.
    2. Die derzeit in der Verordnung gegen übermässige Vergütungen (VegüV) verankerten Regeln und Vorschriften zur Vergütungsbestimmung (die eine jährliche verbindliche Abstimmung über die Vergütungsbestimmung beinhaltet) werden in das OR übertragen. An den bestehenden wurden einige neue Anpassungen vorgenommen, wie etwa die Regelung von nachvertraglichen Wettbewerbsverboten, die auch als „Restrictive Covenants“ bezeichnet werden. Gemäß dieser strengeren Regelung wird die Gesamtvergütung nun, unabhängig von der Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots, auf die jährliche Durchschnittsvergütung der letzten drei Jahre festgelegt.
    3. Auch einige andere Corporate-Governance-Regeln wurden weiterentwickelt, beispielsweise:
      • die Rechte der Aktionäre, wobei die neuen Aktionäre mit niedrigerem Schwellenwert nun in der Lage sein werden, Punkte auf die Tagesordnung zu setzen,
      • Regeln für Hauptversammlungen, die virtuelle oder Online-Hauptversammlungen sowie eine Beschleunigung der elektronischen Verteilung von Dokumenten umfassen,
      • Befugnisse der Aktionäre, wobei die Aktionäre nun einer Dekotierung zustimmen müssen.

    Diese Entwicklungen stellen eine bedeutende Entwicklung in der Corporate-Governance-Landschaft der Schweiz dar und führen Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz, Vielfalt und Rechenschaftspflicht im Unternehmenssektor ein. Indem die Schweiz diese Änderungen annimmt, ist die Bühne für einen moderneren und robusteren Rahmen für die Corporate Governance bereitet.

  • Update to Switzerland’s Corporate Legal Reforms

    Update to Switzerland’s Corporate Legal Reforms

    Switzerland has yet to adopt a binding code for the regulation of matters relating to corporate governance. There are some existing binding Acts, rules, ordinances, and stock exchange regulations as well as several non-binding codes developed by private organisations where provisions for the regulation of corporate governance matters can be found, however, an exhaustive list of provisions is yet to be introduced.

    The good news is that the Swiss parliament in the year 2020 approved a bill. It is believed that these new provisions in the Swiss Code of Obligations (CO) shall modernize Swiss corporate law from an overall perspective while adhering to its core principles. While it is presumed that most of these provisions shall take effect in 2022, some provisions have already entered into force at the beginning of 2021. Some legal developments in the corporate governance arena in Switzerland have been highlighted below.

    1. A new provision (new article 734f CO) as regards gender quota has been introduced. The implementation of this provision works on a comply-or-explain basis. Though the new provisions have already taken effect in Switzerland, however, they are still subject to long transition periods. As per this gender quota provision, each gender must be represented on the board of directors at least by 30% starting from 2026 and by 20% in the executive management starting from 2031. Since the implementation of this provision works on a comply-or-explain basis, companies therefore will not be sanctioned if they cannot reach the targets set out in the provision. The companies will nevertheless have to divulge the reasons for their non-compliance in the report of compensation.
    2. Say-on-pay (that includes an annual binding say-on-pay vote) rules and regulations currently enshrined in the Ordinance against Excessive Compensation (OaEC) will be moved to the CO. Some new adjustments have been brought to the existing ones such as regulation of post-contractual non-compete-agreement which is also known as ‘restrictive covenants’. As per this sterner regulation, irrespective of the stint of the post-contractual non-compete agreement, the total compensation has now been fixed at the annual average compensation of the last three years.
    3. Developments have been brought to some other rules of corporate governance as well such as:
      • the rights of shareholders, where the new and lower threshold shareholders will now be able to put items on the agenda,
      • rules on general meetings, which will include virtual or online meetings as well as an expedition of electronic distribution of documents,
      • powers of shareholders, where the shareholders will now be required to approve de-listing.

    These developments represent a significant evolution in Switzerland’s corporate governance landscape, introducing measures to enhance transparency, diversity, and accountability in the corporate sector. As Switzerland embraces these changes, the stage is set for a more modern and robust framework for corporate governance.

  • Erläuterung des Europäischen Datenschutzgesetzes

    Erläuterung des Europäischen Datenschutzgesetzes

    Daten sind kein rivalisierendes Gut. Sie können viele Male konsumiert werden, ohne dass man befürchten muss, dass das Angebot schwindet. Das Datenvolumen wächst unaufhörlich. Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2018 33 Zettabyte an Daten generiert, und es wird erwartet, dass es im Jahr 2025 rund 175 Zettabyte erreichen wird. Es handelt sich um ein unterausgenutztes und ungenutztes Potenzial. Untersuchungen zeigen, dass 80 % der Industriedaten nie genutzt werden. Mit dem Ziel, eine robuste und faire datengesteuerte Wirtschaft zu stärken und die digitale Transformation bis 2030 zu steuern, hat die EU-Kommission am 23. Februar 2022 harmonisierte Regeln für den fairen Zugang zu und die faire Nutzung von Daten vorgeschlagen, die als Data Act bekannt sind. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass von Geräten des Internets der Dinge (IoT) generierte Daten fair zwischen den relevanten Akteuren genutzt und verteilt werden, und gleichzeitig klarstellen, wer aus Daten Wert schöpfen kann und unter welchen Bedingungen. Indem sie Anreize für die verschiedenen an der Datenerstellung und -speicherung beteiligten Akteure schafft, rechnet die EU damit, bis 2028 ein zusätzliches BIP von 270 Milliarden Euro zu schaffen.

    Das vorgeschlagene Datenschutzgesetz

    1. Bestimmungen, die es den Benutzern vernetzter Geräte ermöglichen, auf die von ihnen generierten Daten zuzugreifen, die meist einseitig von den Herstellern gesammelt werden, und diese Daten mit Dritten zu teilen, um Aftermarket- und/oder andere datengesteuerte innovative Dienste bereitzustellen. Dies wird es den Herstellern ermöglichen, in die Generierung hochwertiger Daten zu investieren und entsprechende Anreize für die Übertragung zu beanspruchen, was offensichtlich die Verwendung geteilter Daten in direktem Wettbewerb mit ihrem Produkt ausschließt.
    2. Maßnahmen, die es KMU ermöglichen, ihre Verhandlungsmacht neu auszubalancieren, indem sie daran gehindert werden, vertragliche Ungleichgewichte in Datenaustauschverträgen zu missbrauchen. KMU sind bei Datenaustauschverträgen und/oder vorvertraglichen Verhandlungen über Datenaustauschverträge oft auf der schwächeren Seite. Die Kommission hat in diesem Zusammenhang versprochen, faire Datenaustauschverträge auszuarbeiten und auszuhandeln, um Komplikationen zu beseitigen und solchen Unternehmen zu helfen.
    3. Bestimmungen, die es öffentlichen Stellen ermöglichen, auf Daten zuzugreifen und diese zu verwenden, die von privaten Stellen gespeichert werden. Dies wird öffentlichen Stellen dabei helfen, Daten zu beschaffen, die für außergewöhnliche Umstände wie Überschwemmungen, Waldbrände und Pandemien erforderlich sind, bei denen es manchmal vorkommen kann, dass die Daten anderweitig nicht verfügbar sind.
    4. Bestimmungen, die es den Kunden ermöglichen, effektiv zwischen verschiedenen Anbietern von Cloud-Datenverarbeitungsdiensten zu wechseln, und die den Kunden auch den notwendigen Schutz vor einer unrechtmäßigen Datenübertragung bieten.

    Das Datengesetz wird es Verbrauchern und Unternehmen ermöglichen, auf die Daten ihrer Geräte zuzugreifen, um sie für Aftermarket- und Mehrwertdienste wie die vorausschauende Wartung zu nutzen. Dies wird Verbrauchern wie Landwirten, Fluggesellschaften oder Bauunternehmen eine große Hilfe sein, bessere Entscheidungen für den Kauf hochwertigerer oder nachhaltigerer Produkte und Dienstleistungen zu treffen, insbesondere um zu den Zielen des Green Deal beizutragen. Durch diese Gesetzgebung werden Unternehmen und Industrieunternehmen dazu angeregt, mehr Daten zur Verfügung zu haben und so von einem wettbewerbsorientierten Datenmarkt profitieren zu können.

    Der Aftermarket-Service ist einer der wichtigsten Punkte des Gesetzes. Dank dieses Gesetzes können Aftermarket-Dienstleister personalisiertere Dienste anbieten und auf gleicher Augenhöhe mit anderen Herstellern oder Dienstanbietern konkurrieren, die gleichwertige Dienste anbieten. Dieses Gesetz wird zweifellos viele wirtschaftliche Möglichkeiten für Verbraucher, Unternehmen, öffentliche und private Einrichtungen schaffen.

    Was das bedeutet

    Thierry Breton, Kommissar für den Binnenmarkt, erklärte:

    „Dies ist ein wichtiger Schritt zur Erschließung einer Fülle industrieller Daten in Europa, von denen Unternehmen, Verbraucher, öffentliche Dienste und die Gesellschaft als Ganzes profitieren. Bisher wird nur ein kleiner Teil der industriellen Daten genutzt, und das Potenzial für Wachstum und Innovation ist enorm. Das Datengesetz wird sicherstellen, dass industrielle Daten unter vollständiger Einhaltung der europäischen Vorschriften geteilt, gespeichert und verarbeitet werden. Es wird den Grundstein für eine starke, innovative und souveräne europäische digitale Wirtschaft bilden.“